LIGURIEN


324 km Küste mit vielen berühmten Badeorten , Kunst , Kultur und eine fabelhafte ,gesund Küche : das ist Ligurien , eine der kleinsten und schönsten Regionen Italiens. Im Norden wird Ligurien durch  die Seealpen  vor kalten Witterungseinflüßen abgeschirmt , im Süden berührt es das Ligurische Meer .

Der Region zwischen Ventimiglia und La Spezia ist es gelungen, ihre spröde Ursprünglichkeit weitgehend zu bewahren. Auch die Verkehrsanbindung ist günstig. In acht Stunden von München erreicht man Ligurien über die Brennerautobahn, bzw. in  ca derselben Zeit über  Basel Chiasso von  Stuttgart aus .

Trotz aller Standortvorteile ist die Gegend nie zum Immoblilien-Modemarkt geworden. In Ligurien scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Das gilt vor allem für die kleine Dörfer im Hinterland. Würde nicht ab und zu eine Vespa durch die schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen fahren, wären die Ziegeldächer nicht mit Satellitenschüsseln bestückt – man könnte meinen, am Beginn des 20., nicht des 21. Jahrhunderts zu stehen.

Übersicht Ligurien

Seine Lage an der italienischen Riviera , von der französischen Grenze bis zur Toscana , beschert Ligurien nicht nur rund tausend Sonnenstunden im Jahr , sondern auch ein ausgesprochen mildes Schonklima mit sauberer, sauerstoffhaltiger Luft , das ganzjährig immer mehr Gäste anzieht .

Die Geschichte Liguriens ist jahrtausendealt und seine Bevölkerung hat antiken Ursprung . Schon von Anbeginn seiner Existenz waren seine Einwohner im Küstenbereich als  erfahrene Seefahrer und Fischer bekannt  bzw. im Hinterland für die  schwierige Technik  des Errichtens von Trockenmauern ( muro a secco )  wodurch  dem unfruchtbaren  Gebirgsland mittels dieses Systems  eine unermeßliche Menge  an bebaubarem Land abgewonnen wurde .

Die ersten Bewohner  des Gebietes waren die Ligurer , welche schon im 7.  vorchristlichen Jahrhundert ein Territorium in Besitz genommen hatten  welches sich  nach Norden bis zum  Fluß Po  ausbreitete. Die Invasion der Gallier im 6. Jahrhundert v. C.  zwang  diesen  Volksstamm  sich auf den schmalen Landstrich zurückzuziehen , welcher der  heutigen Ausdehnung  Liguriens entspricht .

Es war nie einfach die Region  zu erobern , weder für die Römer  für die Heruler , Goten , Langobarden und Sarazenen , die es nacheinander einnahmen und plünderten .

Eine neuerliche Blüte  Liguriens begann  nach dem Jahr 1000  mit der Entstehung der  Freien Stadtrepubliken ( Liberi Comuni )  und die Regieon erreichte große Bedeutung  als die  Republik Genua  begann die Kontrolle  über das gesamte  Territorium  zu übernehmen ,um seine Vorherrschaft über die  anderen Seerepubliken  zu bestätigen .

Nach einer langen , unbedeutenden Periode  eroberte  Ligurien seine Bedeutung erst in der jüngeren Vergangenheit zurück  . Heute präsentiert sich  seine Wirtschaft in  komplexer Weise : Industriegebiete , Hafen - und Werftanlagen  in den größeren Staädten , sowie Tourismus  entlang der Küste , Blumen - und Olivenanbau  im Hinterland  runden den Reichtum an Ressourcen der Region ab .          

    Varigotti , ein typisch  ligurischer Badeort

     Ruhe und hohe Gastlichkeit , schöne Landschaft und historisch interessante Städte waren immer schon touristische Trümpfe Liguriens. Hervorzuheben sind aber unbedingt die klimatherapeutischen Möglichkeiten dieses Landstrichs, die auch von neueren Forschungen unterstrichen werden. So wird ein Aufenthalt für nervöse und unter mangelhafter Widerstandskraft leidende Menschen empfohlen. Rheuma , Arthritis , Neuralgien , Verdauungsstörungen und chronische Entzündungen erfahren vielfach Besserung. Besonders günstig wirkt sich das spezielle milde Meeresklima auf Erkrankungen der Atemwege aus.

Liguren erstreckt sich von Ventimiglia an der französischen Grenze zru mondänen Côte d’Azur bis nach La Spezia, wo sie an die Toskana stößt. Die Hauptstadt Genua trennt die Region in die östlich gelegene Riviera di Levante und die westliche Riviera di Ponente. Wer hat nicht schon von Badeorten wie Portofino, Santa Margherita, Alassio und Diano Marina gehört? Die Cinque Terre sind ein beliebtes Urlaubsziel für Naturfreunde. Städte wie San Remo und Bordighera verleihen einen Hauch von Society-Glanz.

Liguriens größter Trumpf ist das unberührte Landesinnere. Industrie ist hier nicht zu finden. In den oft autofreien Dörfern spielt sich das Leben in ländlichem Rhythmus ab. Die Orte sind oft Jahrhunderte alt. Seit Menschengedenken werden hier Ölbaumwälder kultiviert.

Turin und Mailand sind nur zwei Stunden Autofahrt entfernt, damit ist Ligurien zum bevorzugtem Naherholungsgebiet für den reichen Norden Italiens geworden. Der Klimaunterschied ist trotz der geographischen Nähe erstaunlich:

Dichter Nebel und Minustemperaturen lassen die Bewohner der piemontesischen und lombardischen Ballungszentren an die selbst im Winter milden, sonnigen und smogfreien Küstenorte Liguriens kommen.

 


Alassio ,ein langestrecktes,elegantes Städtchen mit einem 3 km langen Strand aus allerfeinstem Quarzsand, der ALASSIO zu einem vielbesuchten Seebad macht. Auch im Winter sinken die Temperaturen nicht unter 10 Grad,das Capo Mele und Capo Santa Croce schützen diesen Ort vor kalten Windeinflüssen. Im Mittelalter wurde Alassio "Adalaxia" genannt, nach der schönen Adelasia , Tochter des Sachsenkaisers Otto I.

Alassio breitet  sich um einen Kern mittelalterlicher  Häuser aus , welche sich  längs  belebter Gäßchen erheben  und erstreckt sich  mit seinen Hotelanlagen , Villen ,Parks und Gärten  bis ins Hinterland und am Meer entlang . EIn schöner , feinsandiger Strand  und sauberes Wasser  ziehen im Sommer viele Badegäste an .

 

 

Mit dem Motorboot kann man die wunderschöne Insel "La Gallinara" umfahren   (nicht zu betreten , da Privatbesitz). Um 350 n.C. hatte sich ,der Überlieferung nach,der Bischoff von Tours ,besser bekannt als der "Heilige Sankt Martin", auf der Gallinara niedergelassen; im 8.Jh. zogen Benediktinermönche auf die Insel, die weite Besitztümer erwarben und den Olivenanbau verbreiteten .

Die Insel hat eine Größe von 12 Hektar  mit eigenem Privathafen für 5 große Yachten  und liegt nur 1, 5 km von der Küste Alassios entfernt . Auf ihr steht das ehemalige Benediktinerkloster , eine Kapelle und mehrere Nebengebäude .    

                    

Über dem Portal der kleinen Kapelle befindet sich ein wertvolles Relief , das den "Heiligen Sankt Martin " zu Pferde zeigt .

                                                                           
 

                                        

Albenga

 

Albenga  war Haupstadt  mit dem Namen Albium Ingaunum  der ligurischen Ingauni , deren Gebiet  sich von San Remo bis Finale ausdehnte und die sich  stolz der Eroberung entgegensetzten.

Gegründet im 1. Jhd. vor Christus wurde Albenga  Sitz der Gemwine und später Bistum( ab 5.Jhd.nach Christus) - aus dieser Zeit stammt auch der Bau der Kathedrale und der Taufkirche .

1215 wurde Albenga vertragsgebundene Stadt im Bereich  der Republik von Genua , und mit  der Vereinigung Liguriens  mit dem Reich Sardinien  wurde Albenga  Provinzhauptstadt ( 1815 - 1863) und dann bis 1927 Bezirkshauptstadt .

Das historische Zentrum ist einzigartig , gebaut nach römischen Grundrissen  mit nur wenigen Umbauarbeiten  aus dem Zeitalter der Renaissance  und des Barocks .

Die Kathedrale stammt aus dem gleichen  Zeitalter und  präsentiert heute  römisch - gotisches Aussehen  mit einem  schönen Glockenturm  aus dem Ende des 3. Jahrhunderts .

 

      

 

 




 

 
 
 
           Symbol der Stadt sind die  zahlreichen  und imposanten Türme  ( 12 sind noch vorhanden, aus dem 12-14. Jhd. ) . Sehenswert ist unter anderem  der bischöfliche Palast , heute Sitz des dioezesen Museums  mit frühchristlichen Skulpturen , Fresken , Goldwaren  und kostbaren Gemälden .
 
Im Palast  Peloso Cepolla  ( 16.Jhd. mit mittelalterlichem Turm )  befindet sich heute das  römische Schiffahrtsmuseum mit  Amphoren  und Überresten  des vor Albenga  gesunkenen , großen  Frachtschiffes
 ( 1. Jhd. v. Christus ) .
 
 
 

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